Jahrestreffen der Fachgemeinschaft SuPER

5. - 6. November 2013 DECHEMA-Haus, Frankfurt am Main

Mehr Informationen:  Vortragsprogramm  Posterprogramm 

"Integrierte stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse"

Steigende Rohstoffpreise, Verknappung von Ressourcen, Treibhauseffekt, Bevölkerungswachstum und das Streben nach nachhaltiger Entwicklung haben in den vergangenen Jahren zu einem verstärkten Interesse an der stofflichen und energetischen Nutzung von Biomasse geführt.

Europa und insbesondere Deutschland haben mit ihren nationalen und europäische Strategien wie "Europe 2020", die europäische Strategie für nachhaltiges Wachstum mit der Vorreiterinitiative "Ressourceneffizientes Europa", die europäische Leitmarktinitiative für biobasierte Produkte, die Hightech-Strategie der Bundesregierung, die Forschungsstrategie "BioÖkonomie 2030", die Politikstrategie Bioökonomie, der Roadmap Bioraffinerie, das Energiekonzept 2050 sowie die Aktionspläne der Bundesregierung zur stofflichen und energetischen Nutzung von Biomasse bereits deutliche Signale für einen Weg in Richtung integrierte stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse im Rahmen einer Bioökonomie gesetzt. Der zukünftige Wirtschaftsbereich Bioökonomie umfasst alle wirtschaftlichen Sektoren, die biologische Ressourcen produzieren, verarbeiten oder in anderer Form nachhaltig nutzen und schließt deshalb zahlreiche Branchen wie Holz- und Forstwirtschaft, Holzbau, Papier- und Zellstoffindustrie, chemische Industrie, Kunststoff- und kunststoffverarbeitende Industrie, Energiewirtschaft sowie Maschinen- und Anlagenbau ein.

Heute werden bereits mehr als 40 Mio. t Biomasse für die energetische Nutzung (Kraftstoffe, Strom und Wärme) und mehr als 50 Mio. t Biomasse für die stoffliche Nutzung (Chemikalien, Polymere, Holzwerkstoffe) in Deutschland verwendet. Eine besondere Bedeutung für diese Entwicklung haben moderne Bioraffinerien, die unterschiedliche Biomassen durch integrierte Prozesse zu verschiedenartigen biobasierten Produkten und Energieträgern weiterverarbeiten können.

Die für integrierte Wertschöpfung durch die stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse notwendige Wissensbasis muss weiter entwickelt werden, und auch die politischen Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein, damit integrierte Bioökonomie-Konzepte für die nachhaltige Nutzung von Biomasse im Zuge des Energie- und Rohstoffwandels zur Verfügung stehen.

Das Symposium richtet sich an Fachleute aus der industriellen und akademischen Forschung, die insbesondere mit der energetischen und stofflichen Verwertung von Biomasse betraut sind. Vorgestellt werden neue und bewährte Konzepte, Technologien und Verfahren zu den Potentialen für die Nutzung von Biomasse, zur Herstellung gasförmiger Produkte aus Biomasse, Reduktionsmitteln und Energieträgern aus Biomasse, zur Wechselwirkung mit Boden und Wasser sowie zur Bewertung der Biomassenutzung.

Das Vorbereitungskomitee lädt alle Interessierten aus Wissenschaft und Industrie zur Einreichung von Posterbeiträgen zu den nachfolgend genannten Themenschwerpunkten ein:

  • Potentiale für die Nutzung von Biomasse
  • Bioraffineriekonzepte
  • Neue Konversionsverfahren
  • Biobasierte Produkte
  • Biobasierte Energieträger
  • Verfügbarkeit und Preise von Biomasse
  • Bewertung der Biomassenutzung
  • Biomasseerzeugung: Wechselwirkung mit Boden und Wasser

 

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