Selbstdarstellung

Aufgaben und Ziele des Arbeitsausschusses Ressourcenmanagement Boden und Grundwasser

I. Ziele

Der Arbeitsausschuss hat sich die Erfassung und Bewertung von Stoffeinträgen und deren natürlichen und technischen Transformierbarkeit in Boden und Grundwasser unter den Gesichtspunkten ökologischer Auswirkungen und nachhaltiger Nutzung zum Ziel gesetzt.

 

II. Schnittstellen zu anderen Gremien

Der neue Arbeitsausschuss "Ressourcenmanagement Boden und Grundwasser" ist aus dem ehemaligen Arbeitsausschuss "Bodenschutz und Flächenrecycling" und dem interdisziplinären Arbeitskreis "Umweltbiotechnologie - Boden" hervorgegangen und bearbeitet thematisch übergreifend die Bodenmatrix und ihre tangierenden Medien, insbesondere das Grundwasser. Schnittstellen gibt es zu dem temporären Arbeitskreis "Pfad- und Wirkungsspezifische Indikatorsubstanzen für Wasser- und Bodensysteme", zum Fachausschuss "Produktionsintegrierte Wasser- und Abwassertechnik“, und zu den Gremien, die sich mit nachwachsenden Rohstoffen und Abfallrecycling beschäftigen.

 

III. Arbeitsschwerpunkte

  • Ressourcenmanagement/Landnutzungsänderung:
    z.B. Boden/Landnutzung (nachwachsende Rohstoffe, Landwirtschaft), Wasserbewirtschaftung (Niederschlagsrückhaltung, Grundwasseranreicherung und -speicherung, Forstwirtschaft); Auswirkungen, Kreisläufe, Risiken.
  • Erfassung/Bewertung/Risikoabschätzung: z.B. Bewertung und Risikoabschätzung von Schadstoffen aus Punktquellen und diffusen Einträgen, Beurteilung von Transferprozessen, Erkundung und Monitoring, (biologische) Indikatoren, (Öko-)Toxikologie, natürliche Abbaupotentiale, Verhältnismäßigkeit und nutzungsabhängige Sanierungsziele, neue rechtliche Regelungen (europäische Wasserrahmenrichtlinie und deren Tochterrichtlinie, Grenzwerte)
  • Innovative Sanierungsverfahren: z.B. physikalisch-chemische und biologische Verfahren (u.a. thermische Verfahren, Natural Attenuation, Phytoremediation), Fahnen- vs. Quellensanierung, Sanierung bei laufendem Betrieb, integrierte Verfahren (Phytoremediation mit nachwachsenden Rohstoffen, pump and treat mit Geothermie)

IV. FuE-Schwerpunkte

Der interdisziplinäre Arbeitsausschuss zeigt bestehende Defizite im Bereich des integrierten Managements der Ressourcen Boden und Grundwasser auf, leitet daraus den Forschungs- und Entwicklungsbedarf ab und stimuliert Forschungsaktivitäten.

  • Bisherige Forschungsansätze bzw. -schwerpunkte sind vor dem Hintergrund eines erweiterten Anforderungsspektrums neu zu definieren. Hierbei gilt es, Aspekte wie Klimawandel, Anbau nachwachsender Rohstoffe, Wassermengen- und -qualitätsmanagement auch im europäischen Rahmen zu berücksichtigen.
  • Strategien zum präventiven Ressourcenschutz werden in Zukunft Vorrang vor Nachsorgemaßnahmen erhalten.
  • Internationale Forschungsnetzwerke bieten hierbei die Chance von regionalspezifischen Erfahrungen aus Zonen unterschiedlicher klimatischer, pedologischer und hydrologischer Charakteristik zu profitieren.

März 2010

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