Selbstdarstellung

I. Ziele

Das Fachgebiet Cost Engineering ist stark interdisziplinär ausgerichtet, es verbindet die verschiedenlichsten technischen Disziplinen mit kaufmännischen Aufgaben, die bei der Durchführung von Projekten auftreten.
Der Ausschuss will dieses weit gefächerte Spektrum primär durch das Schaffen eines Forums für den Informations- und Wissensaustausch ansprechen. Hierbei stehen Methoden und Arbeitsweisen, die sich in den verschiedenen Unternehmen herausgebildet haben, im Vordergrund. Es wird angestrebt, durch diese Kommunikation die Einordnung der jeweiligen eigenen Arbeitsweise zu erlauben und gegebenenfalls zu verbessern und für das gesamte Fachgebiet eine Vereinheitlichung und Standardisierung zu erreichen. Die Weiterentwicklung des Fachgebietes soll außerdem durch das Vorschlagen und Begleiten von Forschungsaktivitäten vorangetrieben werden.
Cost Engineering ist heute an Hochschulen kaum vertreten. Da ein deutlicher Bedarf an Fachleuten in den Unternehmen vorhanden ist, will der Ausschuss für das Fachgebiet durch Unterstützen von Forschungsaktivitäten und Ausbildung an in Frage kommenden Lehrstühlen werben.
Ebenso ist die Darstellung in der interessierten Öffentlichkeit, zum Beispiel bei wissenschaftlichen Veranstaltungen, erforderlich. Hierzu dient auch der Erfahrungsaustausch mit Fachorganisationen in anderen Ländern.

 

II. Schnittstellen zu anderen Gremien

Schnittstellen zu anderen Gremien bestehen zu Fachorganisationen in anderen Ländern, zum Beispiel in den Niederlanden.

 

III. Inhalte

Das Arbeitsgebiet Cost Engineering wurde von den Mitgliedern des Arbeitsausschusses wie folgt strukturiert:

Kostenschätzung

  • Methoden
  • Genauigkeitsklassen
  • Projektkostenanalyse, Nachkalkulation
  • Preisindices, Preissteigerung, Marktentwicklung, Prognosen
  • Standortfaktoren
  • Software
  • Kostenstruktur
  • Angebotsstruktur
  • Einzelgewerke, Kostengruppen

Projektabwicklung

  • Ressourcenplanung und -controlling
  • Kostenplanung und -controlling
  • Projektfortschrittsmessung und -controlling
  • Reporting

Übergreifende Themen

  • Risikoanalyse und Risikomanagement
  • Kostenreduzierung (Target Costing) im Hinblick auf
    Design-Standards, Sourcing, Abwicklung, etc.
  • Kontakt zu anderen Verbänden z. B. AACEI (Vorstellung,
    Schwerpunkte, Nutzen, Besonderheiten)
  • Cost Engineering an Hochschulen
  • Vertragsformen
  • Glossar
  • Projektstrukturierung
  • Datenintegration
  • Funktionen, Aufgaben, Organisation, Workflow
  • Zahlungspläne (Cash-in, Cash-out, Bauzinsen, Exposure)

 

IV. FuE-Schwerpunkte

Die heute verwendeten Kostenschätzmethoden sind seit mehreren Jahrzehnten bekannt und bewährt, häufig aber auch zeitaufwändig. Durch die enorm gewachsenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung werden neue verbesserte Verfahren auf parametrischer Basis zwingend, die auch eine Einbindung in die vorhandene Software-Landschaft der Prozessentwicklung und Ingenieurplanung haben und so diese Prozesse beim Ziel der Gesamtbewertung unterstützen. Internationale Vergleiche zeigen, dass die Entwicklung im Fachgebiet Cost Engineering in beiden Hauptfunktionen der in den andern Prozessen nachhinkt. Viel versprechende Lösungsansätze sind vorgeschlagen, erste Schritte bereits erfolgreich durchgeführt.
Der Preisindex für Chemieanlagen Deutschland beruht auf Analysen der 70er Jahre (Köbel-Schulze) und bedarf einer dringenden Überarbeitung. Der Ausschuss, einschließlich der beteiligten Hochschulen, hat in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt dieses Vorhaben begonnen.

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