Selbstdarstellung

Aufgaben und Ziele des Arbeitsausschusses Sicherheitstechnische Kenngrößen

Arbeitsausschuss Sicherheitstechnische Kenngrößen

Vorsitzender: Prof. Dr. Thomas Schendler, Bundesanstalt für Materialforschung, Berlin
Stellvertretender Vositzender: Dr. Markus Gödde, BASF SE, Ludwigshafen

I. Ziele

Beim Umgang mit Gasen, Dämpfen und Stäuben, die im Gemisch mit Oxidationsmitteln (z. B. Luft, Sauerstoff, Chlor) explosionsfähige Gemische bilden können, sind die Sicherheitstechnischen Kenngrößen der Stoffe die Grundlage für die Beurteilung und Durchführung eines ausreichenden Explosionsschutzes. Zuverlässige Sicherheitstechnische Kenngrößen sind auch die Basis für die Abschätzung der von Anlagen und Verfahren ausgehenden Gefahren für Bevölkerung, Umwelt und Mitarbeiter. Außerdem werden sie für die Klassifizierung chemischer Substanzen nach dem Transport- und Chemikalienrecht benötigt. Der Ausschuss beschäftigt sich deshalb mit Verfahren zur Bestimmung von Sicherheitstechnischen Kenngrößen (unter atmosphärischen und nicht atmosphärischen Bedingungen), ihrer Anwendbarkeit für die Beurteilung chemischer Prozesse und ihrer Normung.

II. Schnittstellen zu anderen Gremien

Normen für die Messung Sicherheitstechnischer Kenngrößen werden von dem Europäischen Komitee für Normung (CEN) und dessen technischen Komitees erarbeitet. Als zusätzliche Diskussionsforen gibt es nationale Spiegelgremien.

III. Arbeitsschwerpunkte

  • Entwicklung von Messmethoden zur Bestimmung von Sicherheitstechnischen Kennrößen, auch unter nicht atmosphärischen Bedingungen
  • Diskussion und Organisation von Ringversuchen, um die Reproduzierbarkeit der Messungen zu verbessern
  • Verbreitung der Messwerte durch wissenschaftliche Veröffentlichungen, Sammelwerke und Datenbanken
  • Diskussion und Bewertung von Normentwürfen und bestehenden Normen für die Bestimmung Sicherheitstechnischer Kenngrößen
  • Analyse chemischer Prozesse zur Aufdeckung möglicher Gefahrenquellen sowie Diskussion aktueller Störfälle
  • Klassifizierung von Gefahrgut nach dem Transport- und Chemikalienrecht
  • Erfahrungsaustausch der Mitglieder über die Anwendbarkeit Sicherheitstechnischer Kenngrößen in der betrieblichen Praxis

IV. F&E-Schwerpunkte

Viele chemische Prozesse werden bei erhöhten Drucken und/oder Temperaturen und von Luft abweichenden Oxidationsgasen durchgeführt. Die üblicherweise veröffentlichten Sicherheitstechnischen Kenngrößen sind aber in der Regel nur für atmosphärische Bedingungen gemessen. Es werden deshalb vom Ausschuss schwerpunktmäßig F&E-Vorhaben betreut und gefördert, die zum Ziel haben, Messverfahren für Sicherheitstechnische Kenngrößen unter nicht atmosphärischen Bedingungen zu entwickeln und die Anwendbarkeitsgrenzen für diese Kenngrößen zu definieren.

August 2009

 

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