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Fachgruppe Prozess- und Anlagentechnik

Vorsitzender: Dr.-Ing. Jürgen S. Kussi, Bayer Technology Services GmbH, Dormagen
Stellvertretender Vorsitzender: Prof. Dr.-Ing. Gerhard Schembecker, Universität Dortmund

I. Ziele

Im Mittelpunkt der Arbeit der Fachgruppe Prozess- und Anlagentechnik stehen die verfahrenstechnischen und abwicklungstechnischen Themen im Lebenszyklus von Anlagen. Dabei liegt der Fokus auf dem Gesamtprozess und dem Zusammenspiel der Teilkomponenten einer Anlage. Im Einzelnen beschäftigt sich die FGr PAT mit den spezifischen Aufgaben und mit den systemtechnischen Methoden:

  • zur Verfahrensentwicklung und –optimierung,
  • zur Planung und zum Bau von Anlagen und
  • zum Betrieb und zur Führung von Anlagen.

Die Themenstellungen umfassen die Prozesssynthese, die Verfahrens- und Logistiksimulation und die Verfahrensauslegung. Darüber hinaus beinhalten sie die anlagentechnische Umsetzung eines in Labor und Technikum entwickelten Verfahrens mit modernsten Methoden, Technologien und Tools, sowie die betriebliche Optimierung und die Workflows eines Betriebsingenieurs.
Neben diesen inhaltlichen Aufgaben hat sich die Fachgruppe PAT zum Ziel gesetzt, ein Forum für Diskussion, Erfahrungsaustausch und Einflussnahme zwischen Hochschule und Prozessindustrie (Owner/Operator, Ingenieurfirmen, etc.) zu bilden.

II. Schnittstellen zu anderen Gremien

Aufgrund der starken Vernetzungen im Lebenszyklus von Anlagen kommt einer ganzheitlichen, disziplinübergreifenden Betrachtungsweise sowohl inhaltlich wie auch methodisch eine besondere Bedeutung zu. Wegen dieser übergreifenden Themenschwerpunkte hat die FGr PAT intensive Berührungen mit den anderen FAs der Fachgemeinschaft Prozess-, Apparate- und Anlagentechnik (PAAT), aber auch zu den anderen Fachgemeinschaften wie „SuPER“, „Fluiddynamik und Trenntechnik“ oder „Werkstoffe, Konstruktion, Lebensdauer“. Darüber hinaus ist für den Themenbereich Prozessführung ein intensiver Kontakt zur NAMUR erforderlich. Die Fachgruppe versucht diese Zusammenarbeiten durch Themenauswahl, durch gemeinsame Sitzungen mit anderen Fachausschüssen, aber insbesondere auch durch persönliche Doppelmitgliedschaften sicher zu stellen.

III. Arbeitsschwerpunkte

  • Prozessentwicklung mit dem Ziel das gewünschte Produkt konkurrenzfähig herstellen zustellen. Wirtschaftlichkeit, Qualität, Sicherheit und Ressourcenschonung sind dabei von besonderer Bedeutung.
  • Prozessauslegung mit dem Ziel der Auslegung für einen gegebenen Prozess und der Ermittlung der optimalen Prozessbedingungen für ein konkretes Projekt.
  • Basic-Engineering mit dem Ziel der verfahrenstechnische Auslegung der Prozessaus-rüstungen auf der Basis der optimalen Prozessbedingungen und funktionsgerechte Aufgabenstellung für alle Fachgebiete, die in der Detailauslegung weiterarbeiten.
  • Detail-Engineering mit dem Ziel der konstruktive Auslegung und Spezifizierung aller Ausrüstungen für die Bestellung, Fertigung und Montage
  • Projektmanagement, Beschaffung, Bau, Montage und Inbetriebnahme
  • Betrieb und Maintenance mit dem Ziel der Sicherstellung der Verfügbarkeit von Anlage und Anlagenteile. (Aufgabe: Inspektion, Wartung, Reparatur)
  • Prozessführung mit dem Ziele Konzepte zur Produktions- und Prozessführung bereit zu stellen, die unter Einsatz der Systemverfahrenstechnik und der Prozessleittechnik zur Sicherstellung der Produktqualität und des Produktionsplans, zur Betriebs- und Umweltsicherheit und zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit beitragen.
  • Methoden und Tools zur Modellierung physikalisch-chemischer und logistischer Abläufe (stationär, dynamisch und ereignisdiskret), zur Modellierung von Arbeitsabläufen und Informationsflüssen, zur Modellierung der Ortswelt einer Anlage, etc. Modellbildung und Simulation zur Darstellung und Optimierung stehen hier im Vordergrund (Systemtechnik).

IV. FuE-Schwerpunkte

Künftige Themen für Forschung und Entwicklung werden einerseits aus der stetig steigenden Datenintegration im Lebenszyklus einer Anlage und anderseits aus dem wachsenden wirtschaftlichen und ökologischen Druck zum rationellen Umgang mit den eingesetzten Ressourcen (z.B. Mensch, Material, Umwelt) entstehen. Prozessintensivierung, Systemtechnik, effiziente Gestaltung und Rationalisierung von Workflows seien hier nur beispielhaft als Themen genannt.

April 2007

 

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